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Videos in SharePoint richtig ablegen

SharePoint · Stream · Videoablage

Das Video ist aufgenommen, hochgeladen, und zwei Wochen später findet es niemand mehr. Wenn Videos in SharePoint ohne Struktur landen, verschwinden sie zwischen Präsentationen und Excel-Dateien. Hier liest du, wie du sie so ablegst, dass dein Team sie auch wiederfindet.

Wo ein SharePoint Video heute wirklich liegt

Viele suchen noch nach einem eigenen Videoportal. Das gibt es nicht mehr. Stream (Classic) ist abgeschaltet, und mit Stream on SharePoint liegt jedes Video als ganz normale Datei in einer Dokumentbibliothek, in OneDrive oder in einem Teams-Kanal.

Das klingt banal, hat aber eine wichtige Folge: Für Videos gelten dieselben Regeln wie für jede andere Datei. Dieselbe Suche, dieselben Berechtigungen, dieselben Spalten. Wer das verstanden hat, braucht kein Spezialwissen mehr, sondern nur saubere Ablage.

Gut zu wissen: Aufzeichnungen aus Teams-Besprechungen landen automatisch im OneDrive der aufzeichnenden Person oder in der Dateiablage des Kanals. Wenn eine Aufzeichnung dauerhaft verfügbar sein soll, gehört sie dort weg und in eine Bibliothek, die dem Team gehört, nicht einer Person.

Ordnung ohne Kanäle: Bibliothek, Spalten, Ansichten

Kanäle wie früher in Stream (Classic) gibt es nicht. Stattdessen arbeitest du mit den Mitteln, die SharePoint ohnehin mitbringt. Das ist am Anfang ungewohnt und am Ende flexibler.

Eigene Bibliothek
Lege Videos nicht in „Dokumente“ ab, sondern in eine eigene Bibliothek. So kannst du Berechtigungen und Ansichten getrennt steuern.
Spalten statt Ordner
Thema, Zielgruppe, Abteilung, Jahr als eigene Spalten. Ein Video kann so in mehreren Zusammenhängen auftauchen, ohne doppelt zu liegen.
Gefilterte Ansichten
Eine Ansicht je Zielgruppe, zum Beispiel „Onboarding“ oder „Nur Führungskräfte“. Das ersetzt die alten Kanäle.
Sprechende Dateinamen
„Besprechung-12.mp4“ findet niemand. Der Dateiname ist das Erste, was die Suche auswertet.

Playlists gibt es inzwischen doch

Lange war das ein echter Nachteil gegenüber Stream (Classic). Inzwischen kannst du Videowiedergabelisten anlegen, und zwar auf zwei Wegen.

1
Über Clipchamp
Auf der Clipchamp-Startseite über „Neu erstellen“ die Option „Wiedergabeliste“ wählen, Name und Beschreibung vergeben, Speicherort festlegen, fertig.
2
Über Microsoft Lists
In Lists gibt es eine fertige Wiedergabelistenvorlage. Videos fügst du dann direkt aus der Bibliothek über die drei Punkte und „Zu Wiedergabeliste hinzufügen“ ein.

Du brauchst Besitzer- oder Bearbeitungsrechte an der Liste und mindestens Ansichtsrechte am Video. Eingebunden wird die Wiedergabeliste über den Listen-Webpart auf einer SharePoint-Seite, die du auch als Registerkarte in einen Teams-Kanal hängen kannst.

Was Playlists heute noch nicht können

Damit du nicht im Projekt darüber stolperst, hier die Grenzen im aktuellen Stand:

  • Keine automatische Wiedergabe. Zum nächsten Video kommen deine User nur über die Listenansicht.
  • Die Reihenfolge legst du über eine zusätzliche Zahlenspalte in der Ansicht „Alle Elemente“ fest. In der Wiedergabelistenansicht wird diese Sortierung nicht angezeigt.
  • Videos lassen sich nicht direkt von einer Wiedergabeliste in eine andere verschieben.
  • Statistiken gibt es nur je Video, nicht für die ganze Liste.
  • Einbetten funktioniert nur auf SharePoint-Seiten. Auf anderen Intranetseiten bleibt nur der Link.

Der häufigste Fehler: Berechtigungen

Das ist der Punkt, an dem in der Praxis die meisten Rückfragen bei der IT landen. Wenn du eine Wiedergabeliste teilst, teilst du nur die Liste. Die Videos darin bleiben so geschützt, wie sie vorher waren.

Wer kein Ansichtsrecht auf ein Video hat, sieht an dieser Stelle nur eine gesperrte Miniatur. Für deine User sieht das nach einem Fehler aus, ist aber genau so gedacht. Plane die Berechtigungen deshalb auf Ebene der Bibliothek, bevor du die erste Playlist baust, nicht danach.

Videoseiten statt roher Dateiliste

Wenn ein Video nicht nur abgelegt, sondern auch erklärt werden soll, lohnt sich eine Videoseite. Die baust du über eine Seitenvorlage, und das Video landet in einem Stream-Webpart. Daneben passen Text, weitere Dokumente und Links.

Zwei Wege führen dorthin:

  • Aus Stream heraus über „Freigeben“ und „Videoneuigkeitsbeitrag erstellen“. Das geht nur, wenn das Video auf einer SharePoint-Website liegt, auf der du Seiten erstellen darfst.
  • Direkt auf der Website über „+ Neu“, dann „Seite“ oder „Nachrichten“ und dort eine Videovorlage wählen.

Zwei Funktionen, die kaum jemand nutzt

Beide kosten dich wenige Minuten und machen Videos deutlich besser auffindbar.

Transkript
Wird automatisch erzeugt und ist durchsuchbar. Damit findet die SharePoint-Suche auch Inhalte, die nur gesprochen wurden und nirgends im Dateinamen stehen.
Kapitel
Im Player lassen sich manuelle Kapitel setzen. Bei einer 50-minütigen Aufzeichnung entscheidet das darüber, ob jemand sie nutzt oder wegklickt.

Kurz zusammengefasst

Ein SharePoint Video ist eine Datei wie jede andere. Was darüber entscheidet, ob es im Alltag ankommt, ist nicht die Technik, sondern die Ablage: eine eigene Bibliothek, sprechende Namen, Spalten statt Ordner, Berechtigungen vor der ersten Playlist und Kapitel bei allem, was länger als zehn Minuten dauert.

Häufige Fragen

Wo werden Videos in SharePoint gespeichert?

In einer ganz normalen Dokumentbibliothek der jeweiligen SharePoint-Website, in OneDrive oder in der Dateiablage eines Teams-Kanals. Ein eigenes Videoportal gibt es seit der Abschaltung von Stream (Classic) nicht mehr. Für die Wiedergabe sorgt Stream on SharePoint.

Kann ich in SharePoint eine Playlist für Videos erstellen?

Ja. Du legst eine Videowiedergabeliste entweder über Clipchamp unter „Neu erstellen“ an oder über die Wiedergabelistenvorlage in Microsoft Lists. Videos fügst du anschließend aus der Bibliothek über die drei Punkte und „Zu Wiedergabeliste hinzufügen“ hinzu.

Warum sieht mein Team ein Video in der Playlist nur als gesperrte Miniatur?

Weil das Teilen einer Wiedergabeliste keinen Zugriff auf die enthaltenen Videos gewährt. Die Berechtigungen der einzelnen Dateien gelten weiter und müssen separat vergeben werden, am besten auf Ebene der Bibliothek.

Wie finde ich ein Video wieder, wenn ich den Dateinamen nicht kenne?

Über das automatisch erzeugte Transkript. Es ist durchsuchbar, damit findet die SharePoint-Suche auch gesprochene Inhalte. Zusätzlich helfen eigene Spalten wie Thema oder Zielgruppe und darauf gefilterte Ansichten.

Wohin gehören Aufzeichnungen aus Teams-Besprechungen?

Sie landen zunächst im OneDrive der aufzeichnenden Person oder in der Dateiablage des Kanals. Wenn die Aufzeichnung dauerhaft verfügbar sein soll, verschiebst du sie in eine Bibliothek, die dem Team gehört. Sonst ist sie weg, sobald die Person das Unternehmen verlässt.

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