Word-Inhaltsverzeichnis im PDF verlinken, Titelgrafik der 365 Akademie

Word Datei als PDF mit verlinktem Inhaltsverzeichnis erstellen

Word · PDF · Dokumente

Das Dokument ist fertig, das Inhaltsverzeichnis sauber aufgebaut, der Export läuft. Und im PDF ist aus den Einträgen plötzlich toter Text geworden. Woran das liegt, ist schnell erklärt, und es liegt fast nie an Word selbst.

Warum das Inhaltsverzeichnis im PDF nicht klickbar ist

In den allermeisten Fällen steckt einer von zwei Gründen dahinter.

Erstens: falscher Exportweg. Wer über „Drucken“ und einen PDF-Drucker geht, erzeugt ein Abbild der Seiten. Alles Interaktive wird dabei plattgedrückt, das Inhaltsverzeichnis wird reiner Text ohne Sprungziele. Externe Links trifft es genauso.

Zweitens: das Inhaltsverzeichnis ist von Hand getippt. Nur ein Verzeichnis, das Word selbst aus den Überschriften erzeugt, enthält die nötigen Sprungmarken. Eine abgetippte Liste mit Seitenzahlen sieht gleich aus, hat aber nichts, worauf sie verweisen könnte.

Schnelltest vor dem Export: Halte in Word die Strg-Taste gedrückt und klick einen Eintrag im Inhaltsverzeichnis an. Springt der Cursor zur Überschrift, ist das Verzeichnis richtig aufgebaut. Passiert nichts, wird auch das PDF nicht funktionieren.

So bleibt das Inhaltsverzeichnis klickbar

1
Überschriften als Formatvorlage setzen
Im Reiter „Start“ den Hauptabschnitten „Überschrift 1“ geben, den Unterabschnitten „Überschrift 2“ und „Überschrift 3“. Nur fett und größer formatierter Text reicht nicht, Word erkennt daran keine Struktur.
2
Inhaltsverzeichnis einfügen lassen
Über „Verweise“ und „Inhaltsverzeichnis“ eines der automatischen Layouts wählen. Word baut es aus den Überschriften und legt dabei die Sprungmarken an.
3
Vor dem Export aktualisieren
Rechtsklick auf das Inhaltsverzeichnis, dann „Felder aktualisieren“ und „Gesamtes Verzeichnis aktualisieren“. Sonst zeigen Einträge auf Seiten, die inzwischen verschoben sind.
4
Über „Exportieren“ gehen, nicht über „Drucken“
„Datei“, dann „Exportieren“ und „PDF/XPS-Dokument erstellen“. Alternativ „Speichern unter“ und als Dateityp PDF. Beide Wege behalten die Verknüpfungen.
5
Im Dialog auf „Optionen“ klicken
Hier setzt du den Haken bei „Textmarken erstellen mithilfe von“ und wählst „Überschriften“. Damit entsteht im PDF zusätzlich die Lesezeichenleiste. Die Optimierung bleibt auf „Standard (Onlineveröffentlichung und Drucken)“, und „Dokumentstrukturtags für Barrierefreiheit“ lässt du aktiv.

Der Fehler, den fast niemand auf dem Schirm hat

Es gibt einen Fall, in dem alles richtig eingestellt ist und die Links trotzdem ins Leere laufen: wenn Überschriften in Formen oder Textfeldern stehen.

Word nimmt solche Überschriften zwar ins Inhaltsverzeichnis auf, aber der Eintrag verweist dann nicht auf eine Stelle im PDF, sondern zurück auf die ursprüngliche Word-Datei. Beim Empfänger passiert entweder nichts oder es öffnet sich eine Fehlermeldung. Das Tückische daran: Im Word-Dokument selbst funktioniert der Strg-Klick einwandfrei.

Die Lösung ist unspektakulär. Überschriften, die im Verzeichnis landen sollen, gehören in einen normalen Absatz mit Überschriften-Formatvorlage, nicht in ein gestaltetes Element. Das kostet etwas Layout, spart aber die Nacharbeit nach jeder Aktualisierung.

Kurz geprüft, bevor es rausgeht

  • PDF öffnen und zwei oder drei Einträge im Inhaltsverzeichnis anklicken. Springt die Ansicht an die richtige Stelle?
  • Lesezeichenleiste im PDF-Reader einblenden. Sind die Überschriften dort als Baum zu sehen?
  • Einen externen Link im Fließtext testen. Externe Links gehen beim Drucken-Weg als Erstes verloren, das ist ein guter Indikator.

Häufige Fragen

Wie mache ich ein Word-Inhaltsverzeichnis im PDF klickbar?

Das Inhaltsverzeichnis muss über „Verweise“ und „Inhaltsverzeichnis“ automatisch erzeugt sein, und der Export läuft über „Datei“, „Exportieren“, „PDF/XPS-Dokument erstellen“. Im Dialog unter „Optionen“ aktivierst du „Textmarken erstellen mithilfe von: Überschriften“. Über „Drucken“ und einen PDF-Drucker gehen die Verknüpfungen verloren.

Warum funktionieren meine Links im PDF nicht mehr?

Meist wurde die Datei über „Drucken“ in ein PDF umgewandelt. Dabei entsteht ein Abbild der Seiten, interaktive Elemente werden flachgedrückt. Der zweite häufige Grund ist ein von Hand getipptes Inhaltsverzeichnis, das gar keine Sprungziele enthält.

Was bewirkt die Option „Textmarken erstellen mithilfe von“?

Sie erzeugt im PDF die Lesezeichenleiste, über die sich das Dokument seitlich navigieren lässt. Mit der Auswahl „Überschriften“ baut Word den Baum automatisch aus den Überschriften-Formatvorlagen. Alternativ lassen sich eigene Word-Textmarken übernehmen.

Die Einträge verweisen auf die Word-Datei statt ins PDF. Was tun?

Dann stehen die betroffenen Überschriften vermutlich in einer Form oder einem Textfeld. Word findet dafür kein Ziel im PDF und verweist stattdessen auf die Ursprungsdatei. Setz diese Überschriften in einen normalen Absatz mit Überschriften-Formatvorlage um.

Muss ich das Inhaltsverzeichnis vor jedem Export aktualisieren?

Ja, sobald sich Überschriften oder der Seitenumbruch geändert haben. Rechtsklick auf das Verzeichnis, dann „Felder aktualisieren“ und „Gesamtes Verzeichnis aktualisieren“. Sonst stimmen Seitenzahlen und Sprungziele nicht mehr mit dem Dokument überein.

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